Wie kaschiere ich den Winterspeck? Teil 2

Hast du dich schon einmal gefragt, warum Ballett-Tänzerinnen in ihren langen und steifen Tüllröcken so anmutig und herzallerliebst aussehen? Ganz einfach: Weil sie mit ihren überschlanken, fast knochigen Körpern wunderbar steife Stoffe und Materialien tragen können, da diese ihnen etwas „Masse“ geben.

Die meisten Frauen sind aber keine Ballerinen und brauchen deshalb keine zusätzliche „Masse“ durch Kleidung. Besonders nicht nach Weihnachten, wo doch so manche ein Pfund zu viel kaschieren möchte. Wenn du dazu gehörst und deine momentanen Pölsterchen verbergen möchtest, solltest du Materialien wählen, die deinem Körper entsprechen:

Du hast jetzt mehr Rundungen, bist vielleicht kurviger als sonst und fühlst dich weicher an? Wenn du dich nun in voluminöse und steife Stoffe hüllst, wirkst du darin optisch breiter und schwerer. Viel schlauer ist es, dich körpernah mit mittelfesten und fließenden Stoffen zu kleiden, die deine Figur vorteilhaft umspielen. Wärest du eine Ballerina, so solltest du jetzt den weich fallenden Tanzrock anziehen und nicht das Tutu.

Vorsicht ist nur bei der Dicke der Stoffe und Materialien geboten. Wenn sie nämlich zu dünn sind, kleben sie und zeichnen genau die Kurven ab, die du im Moment nicht zeigen möchtest.

Strick-Kimono

Dieser Strickmantel hat einen Kimonoschnitt, ist also nicht körpernah. Er fällt gerade und etwas sperrig. Die dreiviertellangen Ärmel enden genau auf Bauchhöhe, was an dieser Stelle zusätzlich breit macht. Die weiße Bluse ist aus einem festem Baumwollpopeline und in Bauchhöhe gekräuselt. Jetzt sagst du vielleicht: „Prima, damit kann ich diesen Bereich doch super kaschieren!“ Das stimmt leider nur bedingt: Zwar sieht man ein Bäuchlein nun nicht mehr, das steife Material der Bluse wird dich aber unnötig dicker erscheinen lassen.

 

Strickmantel

Hier ist der Strickmantel auf Figur geschnitten. Die Ärmel beginnen genau am Ende der Schulter, was die gesamte Silhouette sofort schmaler wirken lässt. Der Mantel fällt schwer und fließend. Ein zusätzliches Plus bietet die durchgehende Knopfleiste. Sie schafft eine Längsbetonung, die deine Figur streckt und dich dadurch schlanker aussehen lässt. Genauso bei der Bluse: Fließender Stoff mit vertikal verlaufender Spitze streckt optisch. Dabei ist sie körpernah und nicht eng geschnitten und bietet den momentanen Rippenbesuchern ausreichenden Unterschlupf.

 

5 Tipps, wie du lästige Pfunde kaschieren kannst:

Trage Kleidung, die deine Figur körpernah umspielt
Wähle Materialien, die fließend fallen. Achte darauf, dass sie nicht zu dünn sind, sonst zeichnen sie gnadenlos jedes Pölsterchen ab.
Versuche vertikale Betonungen einzubauen. Alles, was längs verläuft, streckt: Knopfleisten, Streifen, Längsmuster, Reißverschlüsse oder ein lang hinunter fallendendes Tuch.
Trage außen dunkle und innen helle Farben, so verschmälerst du dich optisch.
Was dir momentan zu eng ist, lass besser im Schrank! Das gilt besonders für Hosen und Röcke. Wenn das Bündchen zu eng ist, kommt es zum sogenannten „Muffintop-Effekt“: Es entstehen Röllchen oberhalb des Bündchens, die sehr vorwitzig sein können. Schnapper dir lieber eine gut sitzende Jeans im Schlussverkauf, bis du wieder dein Wohlfühlgewicht erreicht hast. Die Jeans kannst du hinterher enger machen lassen, das sorgt dann obendrein noch für ein Bomben Ich-hab’s-geschafft-Gefühl!

Beispiele gefällig? Dann schau doch mal auf mein Pinterest-Board „Schlanker aussehen“!

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