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Modefarben 2017: Rosa und Nude – auf den Farbtyp kommt es an

Gestern bin ich von Wild and Veda für ihren Newsletter interviewt worden. Milou und Ü wollten alles über meine Farb- und Stilberatung wissen und was Farben so mit unserem Aussehen machen. Zu diesem Thema möchte ich dir nun eine wahre Geschichte aus meinem Leben erzählen:

An einem wunderschönen, sonnigen Samstag Ende März packte mich die Lust auf ein neues und farbenfrohes Sommeroutfit. Deshalb stattete ich meinem Lieblingsladen in Gelsenkirchen-Buer einen kleinen Besuch ab. Ja – von wegen Gelsenkirchener Barock – hier gibt es nämlich ein paar ganz wunderschöne und besondere Geschäfte mit einer feinen Auswahl, da muss man gar nicht bis nach Düsseldorf, Essen, Bochum oder Recklinghausen pilgern!

In Windeseile hatte ich ein schönes Kleid gefunden und erspähte noch eine ganz hinreissende dunkelrosa Bomberjacke. Die perfekte und lässige Ergänzung für dieses Kleid! Vor dem Spiegel meldete sich zwar ganz zaghaft mein Lenor-Gewissen und flüsterte leise: „Ist das Rosa nicht in Wirklichkeit ein warmes Altrosa?“ „Nein, blödes Lenor-Gewissen! Es ist ein (fast) kaltes, dunkles Rosa und die zarten Lurexfäden machen es noch kälter und die Bündchen sind ja beinahe schon pink und überhaupt: Die Jacke ist wunderschön und wird gekauft!“. Gesagt getan.

Zuhause, im hellen Tageslicht meines Badezimmers, sah ich die Bomberjacke dann mit ganz anderen Augen: Fehlkauf – total falsche Farbe – viel zu warm für mich! Tja, da war die Expertin doch auch einmal in die Falle gegangen – wie oberpeinlich! Dabei weiß ich genau, dass in Bekleidungsgeschäften das Licht häufig warm getönt ist, denn das schmeichelt der Haut beim Anprobieren. Leider wirken dadurch auch die Farben an uns anders. Deshalb sollte man vor dem Kauf immer noch einmal ans Tageslicht gehen… sollte man!

Doch – haha – als Fachfrau hat man ja so seine Tricks! In diesem Fall: Jacke offen tragen und sie mit einer Bluse in einem frischen und kühlen Hellblau kombinieren, schon ist alles wieder gut. So gestylt betrat ich das Blumengeschäft meiner Freundin Mary. Sie schaute mich kurz an und fragte: “Was ist los?“ Ich: „Wieso?“ Mary: „Ach nichts, schon gut.“ Ich: „Mary, ich glaube das liegt an der Jacke, die Farbe steht mir nicht.“ Mary: „Das kann sein. Als du reinkamst dachte ich: Heute sieht die Geli irgendwie herzkrank aus!“ Na Bravo! Ablenkung fehlgeschlagen, Jacke bitte weiter verschenken, Strafe muss sein!

Ich erkläre mal kurz, was es mit den warmen und kalten Farben so auf sich hat: Für jeden Menschen gibt es eine individuelle Farbharmonie, die das Gesicht besonders vorteilhaft unterstreicht. Warum das so ist, hat mit unserem Hautunterton zu tun. Je nachdem, wie dort das Verhältnis von Melanin und Hämoglobin ist, wirkt unsere Haut kühl (bläulich-pink) oder warm (gelblich-golden). Entdeckt hat das der Maler und Kunstpädagoge Johannes Itten, der, wie J. W. v. Goethe, ein Pionier der Farbenlehre war. Er gilt als der Gründer der Farbtypenlehre.
Ein kühler Farbtyp erstrahlt mit kühlen, blaustichigen Farben, während ein warmer Farbtyp nur mit warmen, gelbstichigen Farben richtig zur Geltung kommt. Passen die Farben nicht zum Farbtyp, so bewirken sie genau das Gegenteil: Man wirkt blass und müde, die Haut sieht teigig aus, das Lippenrot verschwimmt, Augenringe, Falten und Hautunreinheiten treten optisch hervor.

In Deutschland ist der Anteil der kühlen Farbtypen besonders hoch, er liegt bei mindestens 70% der Bevölkerung, mit leichten regionalen Abweichungen. In England, Irland oder Skandinavien findet man dagegen viel mehr warmtonige Menschen.

 

 

Ein helles und warmes Nude-Rosa.

Ein dunkles und warmes Nude-Rosa.

Ich habe mir bei meinen Freundinnen verschiedene kühle und warme Rosatöne ausgeborgt, um dir die Unterschiede zu demonstrieren. Oben siehst du mich in den warmen, gelbstichigen Nuancen. Das finde ich jetzt wirklich sehr nett von mir, denn für mich tun diese Farben überhaupt nichts. Im Gegenteil, ich bin nämlich ein kalter Farbtyp und sehe darin fürchterlich aus. Frau Leberwurst lässt grüßen! Die warmen Töne zaubern mir einen Gelbstich in Gesicht und lassen mich fad aussehen. Das liegt an ihrem gelblichen Unterton, der mir unvorteilhaft ins Gesicht reflektiert. Achte einmal auf das Lippenrot im ersten Bild: Die Lippen werden unscheinbarer, grenzen sich nicht klar ab. Nur meine Falten kommen ganz groß raus. Herzlichen Dank! Übrigens: Als kühler Farbtyp wirke ich mit warmen Farben auch noch voller im Gesicht – wer will das denn?

Ein helles und kühles Rosa.

Ein kräftiges und kühles Rosa.

Hier, bei den beiden kühlen Varianten, wirkt mein Gesicht viel klarer und die Haut ist rosig. Auch die Augen liegen nicht mehr so tief. Meine Falten sind natürlich immer noch da (Mist!), aber nun schaut man nicht sofort dort hin (hoffentlich!).

In diesem Sommer findet ihr in den Geschäften viele warme Nude- und Rosatöne, denn sie gehören zu den Trendfarben 2017. Hier habe ich schon einmal darüber berichtet. Mein Tipp: Wenn deine Lippen blass erscheinen und du das Gefühl hast, dein Rouge hätte versagt, hast du vermutlich den falschen Ton erwischt. Ganz genau kann das aber nur in einer Farbberatung analysiert werden. Als erste Hilfsmaßnahme kannst du aber auch mit deinem Make-Up für mehr Frische sorgen. Zu diesem Thema habe ich einmal meine Lieblings-Beautybloggerin  Anja Frankenhäuser vom Blog „Neues von der Schminktante“ befragt. Sie sagt: „Auf leicht gebräunter Haut sehen diese Töne natürlich immer viel besser aus. Wer allerdings noch den klassischen Winterteint mit sich herumträgt, der kann mit Make up tricksen. Ein Bronzer auf Schläfen, unter dem Jochbein und an der Kinnlinie weich verblendet, lässt den Teint gleich viel frischer und gesünder strahlen, ergänzt mit etwas intensiver aufgetragenem Rouge wird der Look komplett. Wählt Bronze und Rouge nach Eurem Farbtyp aus: also kühl oder warm.“

Meine Freundin und Kollegin Susanne, vom Blog Women2Style , hat hier noch ein paar tolle Stylingtipps  zum Thema „Rosa“ für Dich. Abschließend von mir noch ein Tipp für Dunkelhaarige: Die blassen Töne sehen an dir viel besser aus, wenn du sie deinen natürlichen hell-dunkel Kontrasten anpasst. Lass einfach in deinem Outfit die Farbe deiner Haare wiederkehren! Schon mit einem dunklen Gürtel und dunklen Schuhen entsteht eine Farbklammer, die das Spiel von hellen und dunklen Farben harmonisiert. Probier es einmal aus!

Wenn Du noch ein wenig mehr über mich erfahren möchtest: Hier geht es zu meinem Interview von Wild and Veda!

Blusen mit Trompetenärmeln – für welchen Typ sind sie geeignet? Teil 2

In der Woche vor Ostern war ich für ein paar Tage in Rom. Dort waren die Temperaturen schon frühsommerlich warm. Und was trugen da die stilsicheren Italienerinnen? Richtig: Blusen, Blusen und nochmals Blusen! Ein Trend, der durch alle Altersgruppen geht und für jede Figur umsetzbar ist.

Dabei ist die Vielfalt enorm:  Kurze und extralange Modelle, bauschig oder gerüscht, clean oder folkloristisch geschnitten, mit Streifen und Blumenprints, in Knallfarben oder in dezenten Pudertönen. Eigentlich müsste da jedes Töpfchen den richtigen Deckel finden. Abgesehen von den Farben und Materialien kommt es besonders auf den Schnitt an, ob eine Bluse gut zu Dir passt. Im ersten Teil habe ich die einzelnen Figurtypen vorgestellt und beschrieben, welche Schnitte für den A- und den Y-Typ besonders vorteilhaft sind. Hier geht es jetzt um die richtigen Blusen für den X- und den H-Typ.

Blusen für den X-Typ

Deine Schulter und deine Hüfte sind gleich breit und in der Mitte bist du deutlich viel schmaler? Neid lass nach; du bist ein X-Typ! Eine so schöne Taille muss natürlich ordentlich betont werden. Deshalb sind für dich Blusen vorteilhaft, die entweder stark tailliert sind oder in der Taille gebunden werden.

Ideal dafür sind Wickelblusen, wie auf dem Foto, die am besten zu Hosen oder Röcken mit hoher Taille (High-Waist) kombiniert werden. Frauen mit einer X-Figur können das sehr gut tragen. Diese sehr modische Bluse hat außerdem viel Volumen am Ärmel und zwar genau in Taillenhöhe. Dadurch kommt es zu einem zusätzlichen Hingucker, der eine X-Silhouette vorteilhaft in Szene setzt. Doch: Vorsicht Falle! Für ein vollschlankes oder besonders vollbusiges X sind diese Keulenärmel nicht zu empfehlen, denn sie tragen ganz schön auf.

Wenn dir das zu modisch ist, wie wäre es dann mit einer Longbluse, die in der Taille mit einem Gürtel zusammengehalten wird? In den 80ern gab es das ja schon einmal und jetzt ist es wieder modern und ganz wunderbar für deine Figur. Eine schmal geschnittene, knöchellange Hose dazu und schon bist du fertig!  Auch Blusen mit Schösschen in der Taille sind ideal für dich. Was Du eher meiden solltest, sind weit ausgestellte Blusen, die Deine schöne Körpermitte verdecken – es wäre doch zu schade!

Blusen für den H-Typ

Deine Hüfte, deine Schulter und deine Taille sind gleich oder fast gleich breit? Du bist ein H -Typ, wie wunderbar! Die H-Figur ist fast gar nicht kurvig und wirkt deshalb eher sportiv. Sportive Muster, wie Streifen und Karos passen gut dazu und sind in diesem Sommer besonders angesagt.

Sportive Streifenbluse mit femininen Rüschen-Details

Bluse mit Trompetenärmeln

Neu ist, dass die sportiven Muster nun zu besonders femininen Blusen verarbeitet werden, z.B. Streifen mit Rüschen und Volants. Das macht sie besonders für die H-Figur interessant. Willst du nämlich weiblicher und kurviger wirken, solltest du einfach mit deiner Kleidung Schwung aufnehmen. Wie das geht? Na, zum Beispiel mit Trompetenärmeln! Die sind nämlich geradezu geschaffen für eine H-Figur. Auch Blusen mit Volants am Saum, die die gerade Hüfte umschmeicheln, sind wunderbar für dich. Modelle, die bis zur Taille gerade und körpernah geschnitten sind und ab da weit werden, lassen deine gerade Figur ebenfalls kurviger wirken. (Ich bin ja das Ober-H und finde auf den beiden Fotos kann man sehr gut sehen, dass schon allein der Trompetenärmel meine Figur weiblicher erscheinen lässt.)

Möchtest du einen Bauch verschwinden lassen, so bist du mit einer Empire-Bluse gut beraten. Bis unter die Büste liegt sie eng an und fällt dann weit fließend nach unten. Für Frauen mit großer Oberweite oder einem sehr hohen Bauchansatz ist dieser Schnitt aber leider nicht zu empfehlen. Ihnen empfehle ich körpernahe, aber locker fallende Tuniken mit schönen Ethno-Stickereien am Dekolleté und am Saum. Auch ein ganz aktueller Trend!

Blusen mit Trompetenärmeln – für welchen Figurtyp sind sie geeignet? Teil 1

Törööö!!!! Blusen und Tuniken mit Trompetenärmeln und anderen voluminösen Details sind das modische „Must have“ in diesem Sommer.

Sie protzen mit bauschigen Ärmeln, Rüschen, Schleifen und Applikationen und werden dadurch zum absoluten Hingucker. Das Gute daran? Mit einer solchen Bluse kannst du eine schlichte Hose ganz einfach in ein spektakuläres Outfit verwandeln. Ein schöner Sneaker oder raffinierte Schläppchen dazu und schon bist du, ohne großen Aufwand, „voll im Trend“. Doch leider gibt es auch eine schlechte Nachricht: Die üppigen Schnitte sind mit Vorsicht zu genießen, denn Volumen an der falschen Stelle kann sehr unvorteilhaft auftragen. Deshalb solltest du bei der Wahl deiner Traumbluse unbedingt deinen Figurtyp berücksichtigen.

So erkennst du deinen Figurtyp

Nimm dir ein Maßband und miß an diesen drei Stellen deinen Umfang:

  • in Schulterhöhe
  • in Taillenhöhe (über dem Bauchnabel)
  • in Hüfthöhe (ca. in Schritthöhe)

Mach es bitte wirklich mit einem Maßband und nicht phi mal Daumen vor dem Spiegel! Bei meinen Typberatungen habe ich festgestellt, dass sich viele Frauen ohne Maßband ganz falsch einschätzen. Auch ich hielt mich jahrelang für ein x – war wohl nix!

Beim Figurtyp geht es immer um das Größenverhältnis von Schultern, Taille und Hüfte zueinander. Die breiteste Stelle entscheidet, was für ein Typ du bist.

 

 

Blusen für den A-Typ

Du hat eine schön ausgeprägte Taille. Deine Schultern sind schmaler als deine Hüfte und leicht abfallend. Der Schwerpunkt deiner Figur liegt im Hüftbereich. Deine Arme sind oft schlank, die Handgelenke zart. Die Beine sind häufig deutlich kräftiger gebaut und manchmal etwas verkürzt.

Für dich sind Blusen vorteilhaft, die im Schulterbereich schön üppig sind. So kannst du deine breitere Hüftregion wunderbar ausgleichen und außerdem den Blick nach oben ziehen. Möglich ist das mit Rüschen, wie auf dem Foto, oder mit einem Carmen-Ausschnitt. Auch kleine Puffärmel schaffen einen Gegenpol zur Hüfte. Wenn Du allerdings einen großen Busen hast, sollten die Ärmel nicht in Brusthöhe enden, sonst verbreitern sie diese Region ungünstig. In Paris habe ich Blusen mit Schleifen auf den Oberarmen gesehen, das könnte auch vorteilhaft für dich sein.

Am Unterarm solltest du Volumen jedoch meiden. Unsere Arme enden in Hüfthöhe, genau der Stelle, an der bei einer A-Figur schon genug los ist. Ein ausgestellter Ärmel würde dort unnötig zusätzliche Breite aufbauen. Also besser keine Trompetenärmel. Wenn doch, dann nur 3/4 lange. So bleibt der Blick auf deine schönen Handgelenke frei und das Volumen endet weiter oben. Auch zu Blusen und Jacken mit Cut-Outs (Ausschnitten) in der Schulterregion kann ich dir leider nicht raten. Durch die Unterteilung machen sie deinen Oberkörper optisch schmaler, was deinen Po und die Hüften wiederum betont.

 

Blusen für den Y-Typ

Deine Schultern sind die breiteste Stelle deiner Figur. Du hast eine schmale Hüfte, während dein Oberkörper häufig kräftiger gebaut ist. Deine Arme und deine Beine sind meist sehr schlank, manchmal auch besonders langgliedrig. Verglichen mit dem A-Typ, gelten für dich genau die gegenteiligen Regeln. Um deine Proportionen auszugleichen, solltest du Oberteile tragen, die die Schulterpartie optisch verschmälern. Cut Outs sind ideal für dich, so wie alles was die Breite der Schulter unterbricht.

Auf diesem Foto sorgt der Raglanärmel für eine optische Verschmälerung der Schultern. Er simuliert eine A -Linie und die aufgesetzte Borte verstärkt diesen Effekt noch. Der weite, am Handgelenk gekräuselte Ärmel ist ideal, um die schmale Hüfte optisch aufzupolstern. Auch der weite Saum der Tunika passt gut, denn auch er gleicht das Verhältnis Schulter-Hüfte harmonisierend aus. Einen ähnlichen Effekt könnten auch aufgesetzte Spitzen, Kräusel, Rüschen und plakative Stickereien erzielen. Denk immer daran: Deine schmale Hüfte hat einen Hingucker verdient!

Wie du siehst, gibt es ganz schön viele Dinge zu beachten. In meinem nächsten Blogpost geht es dann weiter mit den richtigen Schnitten für die H- und die X-Figur. Wenn Du noch Fragen hast, so hinterlasse sie bitte im Kommentarfeld.  Über deine Social Media Accounts kannst du dich ganz leicht einloggen. Alternativ ist es auch möglich, bei Disgus (siehe unten) einen Account einzurichten. Dann musst du dich allerdings vor deinem ersten Kommentar noch einmal hier bei mir im Kommentarfeld einloggen. Etwas mühselig, ich weiß! Einmal angemeldet ist es aber ganz leicht und du kannst dann auch in anderen Blogs fleißig kommentieren. Für uns Blogger ist Disgus ein guter Schutz gegen lästige Spams. Ich freue mich jedenfalls sehr über deinen Kommentar!

Modetrend Muster: Worauf sollte ich achten?

Muster und Mustermix sind in diesem Sommer das Modethema Nummer 1. Viele Frauen sind jedoch unsicher, wie sie diesen Trend für sich umsetzen können, ohne sich wie der „Kaspar Larifari“ zu fühlen. Ich habe mich in Paris deshalb genau umgeschaut, wohin die Reise mustermäßig überhaupt geht und kann dich nun mit vielen Informationen und einiger Hilfestellung zu diesem Thema versorgen:

Der reinste „Muster-Overkill“ erwartete mich in der französischen Modemetropole! Knallbunt – wie im Zirkus, exotisch – wie im Dschungel und artenreich – wie in „Brehms Tierleben“ präsentierten sich die neuesten Prints und Stickereien. Ein Trend, so unausweichlich, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.

 

Fest steht: Muster machen in diesem Sommer in der Damenmode vor keinem Kleidungsstück halt.

Gemusterte Blusen und Kleider, Hosen oder Röcke? Das kennen wir ja schon! Die Prints (so nennt man aufgedruckte Muster), Jacquards (das sind eingewebte Muster) und Stickereien tummeln sich nun überall. Sei es auf Mänteln oder Jacken, Sweatshirts, Sportbekleidung, Schuhen und Handtaschen. Besonders florale Muster sind wirklich in jeder Kollektion zu finden, bei den Star-Designern genauso wie bei ZARA und Co.

Drei Tage habe ich mir in Paris alles genau angeschaut und dir ein paar Eindrücke  mitgebracht:

Besonders fündig geworden bin ich im wunderschönen „Bon Marché“, einem imposanten Luxuskaufhaus, in dem sich alles um Mode und Schönheit dreht. Genauso wie in der berühmten „Galerie Lafayette“, ein Muss für Modeinteressierte in Paris. Das Gute daran? Hier präsentieren sich viele große Designer mit Ihren Kollektionen auf offenen Flächen, genau so wie man es vom Bekleidungshaus um die Ecke auch kennt. So konnten wir uns herrlich und unbehelligt einen Eindruck verschaffen. Nur von Fotoapparaten war man dort nicht sonderlich begeistert, deshalb hier nur ein kleiner Eindruck:

 

♥ Trend 1: Blumen und Pflanzen.

Viele Streublümchen und auch großflächige Blütenmotive. Manche Blumen starten sogar eine Solokarriere: War es im letzten Sommer noch das liebliche Gänseblümchen, so ist es in diesem Jahr das brave Stiefmütterchen. Doch keine Angst – es geht auch wilder: Dschungelblüten und -pflanzen, dekoriert mit exotischen Vögeln sind ebenso ein großes Thema.

♥ Trend 2: Tiere aller Art

Stella Mc Cartneys Kätzchen bekommen nun Verstärkung von Jagdhunden und Wildpferden. Vögel, vom Fischreiher über den Flamingo bis zur Schwalbe sind überall präsent.

♥ Trend 3: Pop-Art

Lippen, Zungen à la Mick Jagger, Lippenstifte und Regenbögen – poppig, wie frisch aus dem Comic.

♥ Trend 4: Streifen

An Streifenblusen geht momentan kein Weg vorbei. Meistens sind sie schmal gestreift – Jacken, Hosen und Röcke haben wir häufig mit breiten Streifen gesehen.

Wie du siehst, werden die Muster in dieser Saison wild gemixt. Das sieht an Models und Schaufensterpuppen natürlich grandios und fröhlich aus. Um so herumzulaufen, brauchst du in Paris auch nur wenig Mut, für den Marktplatz in Gelsenkirchen-Buer oder den Kaffeeklatsch in Hamburg Eppendorf kannst du den Trend aber auch entschärfen.

Mustertipp: Kombiniere auffällige mit dezenten Mustern!

Ganz einfach geht das mit der Kombination von zarten Streifen oder Karos und plakativen Mustern, so wie hier.

Oder noch plakativer, wie hier.

Magst du es ausgefallener aber nicht zu bunt, dann kombiniere unterschiedliche Muster in einer Farbe miteinander. Durch die monochrome Farbharmonie kehrt eine gewisse Ruhe in den Mustermix ein.

Die dritte Möglichkeit: Verbinde große und kleine Muster aus der selben Familie miteinander. Die „Familienzugehörigkeit“ macht dein Outfit ebenfalls etwas ruhiger.

Sollte Dir das alles noch zu durcheinander und fremd sein, wie wäre es mit dieser Möglichkeit? Der gemusterte Rock hat als Abschluss eine Spitzenbordüre. Bei so viel „Musik“ an einer Stelle kannst du ihn deshalb getrost mit einem schlichten Oberteil verbinden.

Die Designer helfen dir mit ihren Kombis auch gerne auf die Sprünge. Fertige Kombis gibt es in fast jeder Kollektion, sie sind gut überlegt und bei vielen Anbietern und in allen Preislagen zu bekommen. Du musst das Rad ja nicht immer selbst erfinden!

In meinen Typberatungen werde ich immer wieder gefragt, worauf es bei Mustern denn eigentlich genau ankommt. Das ist ein sehr umfangreiches Thema und die richtige Antwort hängt sehr davon ab, welche körperlichen Eigenschaften ein Mensch mitbringt.

Die Frage ist: Passt das Muster zu dir, deinem Gesicht, deinen Proportionen und deiner persönlichen Farbharmonie?

Zwei Regeln gelten jedoch immer und auch ohne eine Beratung kannst du sie anwenden:

1. Achte auf den Musterhintergrund!
Die Hintergrundfläche (auch Fond genannt) eines Musters sollte sich immer an der Hintergrundfläche des Gesichts orientieren. Es gilt: Viel Fläche im Gesicht = viel Fond. Wenig Fläche im Gesicht = wenig oder gar keinen Fond.

 

Wie du siehst habe ich nicht nur einen recht großen Kopf, sondern auch ein großflächiges Gesicht. Will heißen: Viel freie Fläche an den Wangen und auf der Stirn.
Auf dem Foto links siehst du mich mit einem Animalprint, das den Stoff dicht bedeckt und keine freien Flächen übrig lässt. Dieses Muster hat also keinen Hintergrund. Nicht gut für mich, denn ich habe ja viel Hintergrund im Gesicht. Was passiert? Strahlend erhebt sich mein Kopf über das Muster – völlig losgelöst!
Besser ist es auf dem nächsten Foto. Dieser Stoff hat einen uni Hintergrund. Das passt schon viel besser zu der vielen Fläche in meinem Gesicht. Ideal ist das immer noch nicht für mich, denn nun ist das Muster zu groß und überstrahlt mich.

2. Achte auf die Größe des Musters!
Auf dem diesem Foto trage ich ein Streublümchen-Muster. Vollmondalarm! Das hatten wir ja schon – hier fällt aber außerdem auf, dass das Mini-Blümchenmuster für meinen großen Kopf nicht nur zu klein ist, sondern auch noch meinen schmalen Oberkörper betont. Dadurch wirkt mein Kopf nun noch größer.?  Bevor ich also zum Lolly werde, muss ein anderes Muster her:

 

Tattaa! Da ist es:

 

Jetzt stimmt alles: Genug freie Fläche (Hintergrund) passend zum Gesicht. Das mittelgroße Muster ist außerdem der perfekte Vermittler zwischen meinem großen Kopf und dem schmalen Oberkörper. Kleines Goody obendrauf: Der diagonale Streifen verläuft von links unten nach rechts oben und zieht damit den Blick in mein Gesicht, yeah!

Die Größe eines Musters in Gesichtsnähe orientiert sich immer an den Größenverhältnissen des Gesichts. Bei mir  (großer Kopf, schmaler Oberkörper) und Obelix (kleiner Kopf auf einem voluminösen Körper) ist es außerdem nötig, die Mustergröße an den Körper anzupassen.
Normalerweise gilt für die Mustergröße am Körper: Groß und breit = große Muster, klein und schmal = kleine Muster.

Jetzt ist es aber gut mit der Lehrstunde! Hier kommt ja gar kein Paris-Feeling mehr auf!

Es stimmt übrigens, dass die Pariserinnen ganz häufig rot lackierte Nägel tragen. Meistens ist das sogar der einzige Farbklecks an ihnen und hat eine enorme Wirkung. Ein echter Hingucker diese Nägel: Keine langen Krallen, sondern kurz gehalten, rund gefeilt und leuchtend rot lackiert. Sehr cool und très Parisienne!
Ich finde das ganz wunderschön, mache es aber viel zu selten. Durch die Beauty-Bloggerin Hannah Schumi von FOXYCHEEKS bin ich nun aber auf den Nagellack von CATRICE gestoßen und bin davon sehr angetan. Es gibt ihn in den aller wunderschönsten Rottönen. Der Lack hält gut, kostet wenig und ist in ganz normalen Drogerien erhältlich. Mich begeistert die Farbe „Robert Reds Ford“. Hannah berichtet hier über den Unter- und den Oberlack aus der Serie, die den Rotton zu einer langen Freude werden lassen.
Hier ist Hannahs Bericht

Damit du beim Nagellack trocknen keine Langeweile bekommst, habe ich auf Youtube dieses wunderschöne Musikvideo von ZAZ heruntergeladen. Es hat einen sehr hohen „Hach!“- Faktor und ganz, ganz viel Paris-Flair:

Wie die Frühjahrsmode die Wintersachen aufpeppen kann

Wie sehr man sich in diesen trüben Wintermonaten nach dem Frühling und der Sonne sehnt! Geht es dir auch so? Mir schlägt das Grau in Grau regelrecht aufs Gemüt und deshalb habe ich beschlossen, schon einmal die ersten frischen Farben in meine Wintergarderobe einfließen zu lassen. Wenn es modisch Richtung Frühling und Sommer geht, nehmen die Farben ja immer viel mehr Fahrt auf als im Herbst und Winter.

Das sind die neuen Trendfarben für Frühjahr/Sommer 2017

Natürlich habe ich erst einmal geschaut, welche davon sich schon in meinem Fundus befinden. Rosa, Pink, Hellblau – alles kein Problem! Pink mit Schwarz, Dunkelblau oder Grau? Nicht gerade neu, da fühle ich mich auch nicht besser…

Für den frischen Wind habe ich dann mal ein bisschen herumprobiert und siehe da: Pink mit Khaki, das ist doch mal eine neue Kombination, da ist selbst Barbie noch nicht draufgekommen! Als leuchtende Akzentfarbe zum dunklen Khaki erstrahlt die Mädchenfarbe nämlich in neuem Glanz und wird dadurch richtig cool. Also alle Trendsetter ran an die pinken Blusen, T-Shirts und Stricksachen und neu kombinieren!   

Ein helles Rosa befindet sich auch in der Palette der Pantone-Trendfarben. Solange es sehr hell und frisch ist, finde ich es zusammen mit Khaki auch ganz fein. Doch Vorsicht! Sobald es mehr in Richtung Nude geht, verliert dieses Match an Frische, weil dann beide Farben warm sind und sich gegenseitig irgendwie runterziehen. Nude und alle Rosa-Nuancen, die in Richtung „Leberwurst“ gehen, sind sowieso etwas heikel, denn auch sie gehören zu den warmtonigen Farben.

Nur 25% der Deutschen können warme Farben wirklich gut tragen, denn ihr Hautunterton ist warmtonig. Ob dir dein Oberteil in Nude oder in Altrosa gut steht, sagt dir der Blick in den Spiegel bei Tageslicht: Sieht deine Gesichtshaut frisch und rosig aus? Ist dein Lippenrot gut sichtbar? Dann ist es gut und du hast alles richtig gemacht. Zeigt der Spiegel jedoch ein blässlich und kränklich aussehendes Wesen, dass dringend eine ordentliche Portion Rouge und Lippenstift benötigt, dann sind diese Farben leider nichts für dich. Doch das ist ja gar nicht schlimm, denn mit einem frischen, kalten Babyrosa siehst du sofort wieder strahlend und gesund aus! Mehr zu diesem Thema ein anderes Mal.

Nun geht es weiter zur nächsten Kombi:

Das helle Blau habe ich diesmal nicht mit Dunkelblau (laaaangweilig!!!!), sondern mit Bordeauxrot kombiniert. Die Italiener, allen voran die Designer von MARNI, haben die beiden Töne schon im letzten Sommer zusammengebracht. Bordeaux gab es ja in diesem Winter en Masse, das hast du vielleicht auch in deinem Schrank. Für mich bekommt selbst dieses, ganz unspektakuläre Alltags-Outfit, durch das strahlende Hellblau einen ganz neuen drive. Probier es doch selbst einmal aus!

Die Rüschen kommen wieder

Zum Schluß will ich dir noch meine funkelnagelneue Jeansbluse vorstellen. Das war mein erstes Teil aus den neuen Frühlingskollektionen. „Toll Geli, Jeans, das ist ja mal ganz was Neues! Du hast es ja richtig drauf!“ wirst du jetzt vielleicht sagen. Aber Moment: Der Schnitt zeigt einen ganz neuen Trend und den hat es seit „Unsere kleine Farm“ nicht mehr gegeben. Diese Rüschenpassen sieht man jetzt in ganz vielen Kollektionen und sie werden auch im nächsten Winter ein großes Thema für Blusen und Kleider bleiben. Damit sich der „Laura-Ingalls-Effekt“ etwas in Grenzen hält, habe ich die Bluse mit einer maskulinen Nadelstreifenhose kombiniert. Das ist eigentlich immer der beste Trick, wenn du das Gefühl hast, ein Outfit könnte zu lieblich wirken. Ein Stilbruch macht die Sache wieder spannend. Funktioniert übrigens auch umgekehrt, denk zum Beispiel an einen maskulinen Anzug mit einer Schluppenbluse.

Aber eigentlich wollte ich doch über Farben sprechen: Blue-Denim-Töne sind nämlich nicht nur wunderschön, sie stehen auch ganz, ganz vielen Frauen. Sie lassen blaue Augen strahlen, rote Haare leuchten, können dunkle Winterfarben aufs Schönste aufpimpen und geben allen Outfits einen lässigen Chic.

Deshalb bin ich ganz begeistert, dass das uralte Jeanshemd nun schon seit einiger Zeit von sehr femininen Blusen in Jeansoptik abgelöst wird. Die Vielfalt an Schnitten ist groß und für jeden Figurtyp ist etwas dabei. Meiner Meinung nach ein unverzichtbares Basic-Teil. Hast du schon eine Jeansbluse und wie kombinierst du sie?

Welcher Schmuck passt zu mir?

Im Dezember bin ich doch tatsächlich zu einem Fotoshooting eingeladen worden. Das Magazin GZ (Goldschmiedezeitung), bat mich und vier andere Frauen vor die Kamera. Unter dem Motto „Kreative tragen Designerschmuck“ posierten wir für eine Sonderbeilage anlässlich der Schmuckmesse INHORGENTA 2017 in München. Hier ein paar Impressionen vom Fotoshooting.

Fotoshooting

Mein schlichtes, dunkelblaues Outfit war genau richtig, damit sich die Kette der Designerin Antje Liebscher richtig in den Vordergrund spielen konnte. Links siehst du die wunderbare Stylistin Birte Krause (Wie toll ist ein Shooting mit so professioneller Begleitung!) und in der Mitte den Fotografen Rainer Schäle von Pixelgold.

Geli Dreier

Mensch, ich war ganz schön erfreut und auch gebauchpinselt, dass ich dabei sein durfte! Dabei habe ich eigentlich nie sonderlich viel Wert auf Schmuck gelegt. Als Mutter von vier kleinen Kindern hatte ich lange wenig Gelegenheit, welchen zu tragen und wenn doch, dann musste ich immer fürchten, von einem begeisterten Kleinkind das Ohr am Ohrring lang gezogen zu bekommen. Autsch!

Mit Schmuck kannst du ganz wunderbar die Blicke auf deine Schokoladenseiten lenken, deine Silhouette strecken und sogar deine Proportionen ausgleichen.

Schmuckstücke standen bei mir deshalb nur selten auf der Wunschliste, wenn es um Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke ging. Doch mit zunehmendem Alter (kreisch!) habe ich festgestellt, dass ein schönes Schmuckstück doch ganz wunderbar zu gebrauchen ist, wenn man sich peppig und vorteilhaft stylen möchte. Deshalb hier meine Tipps, wie du Schmuck gezielt einsetzen kannst.

Fangen wir mit der gestreckten Silhouette an: Eine lange Kette schafft immer eine Längsbetonung und die ist meistens vorteilhaft, vor allem, wenn du etwas weitere oder voluminöse Kleidung trägst.

Ok, nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ habe ich zu einem ordentlichen Klunker aus meinem Altbestand gegriffen. Doch auch wenn die Kette zarter wäre, würde sie mein Erscheinungsbild genauso vorteilhaft in die Länge ziehen. Mein Tipp: Wenn du mit einer sehr großen Oberweite gesegnet bist, solltest du bei langen Ketten nach Y-Ketten schauen, die können nicht abstehen und sind momentan gut zu bekommen.

Apropos lange Ketten! Die feinen, langen Ketten verzumpeln sich bei mir im Schmuckkästchen oft so sehr, dass ich schon so manches zornige Viertelstündchen mit der Enthedderung beschäftigt war. Sie aufzuhängen ist auch keine gute Idee, dann laufen sie an oder werden von den Töchtern „ausgeliehen“. Dieses Video bringt die Lösung, schau es dir an, ich bin jedenfalls sehr begeistert! Schicke schwarze Strohhalme habe ich auch schon erstanden.

In meinem ersten Blogpost habe ich ja schon erklärt, dass in einem Outfit die hellen und glänzenden Regionen immer zuerst betrachtet werden. Dieses Wissen kannst du beim Tragen von Schmuck wunderbar einsetzen, um deine Schokoladenseiten zu betonen.

♥ Du hast schöne oder besonders zarte Handgelenke? Her mit den Armbändern, damit alle es merken!
Dein Dekolletee ist besonders schön? Dann trage Ketten, die genau da enden!
 Betone deine feingliedrigen Hände mit einem Ring!
♥ Zieh mit tollen Ohrringen die Blicke in dein Gesicht!

So kannst du dein Gesicht nicht nur betonen, sondern auch noch deine Gesichtsform ausgleichen: Ist dein Gesicht zum Beispiel lang und schmal, dann setzt du mit runden Ohrringen einen wunderbaren Gegenpol, während längliche Ohrringe dein Gesicht nur noch länger erscheinen lassen. Auf meinem Pinterest-Board habe ich zu diesem Thema ein paar interessante Grafiken gepinnt.

Last but not least solltest du noch darauf achten, dass dein Schmuck nicht nur in Form und Länge zu dir passt, sondern auch zu deiner Stilpersönlichkeit. Bist du eher sportiv und magst es rockig oder flippig? Dann passt die doppelreihige Perlenkette sicher nicht zu dir. Oder schau mich an: In diesem Sommer sind total verspielte Blümchenohrringe sehr angesagt. Die würden zwar ganz prima zu meinen blonden Haaren und den blauen Augen passen, aber ich bin vom Typ her nicht so feminin und würde mit zu verspieltem Schmuck aussehen wie das Ännchen von Tharau.

Wie kaschiere ich den Winterspeck? Teil 2

Hast du dich schon einmal gefragt, warum Ballett-Tänzerinnen in ihren langen und steifen Tüllröcken so anmutig und herzallerliebst aussehen? Ganz einfach: Weil sie mit ihren überschlanken, fast knochigen Körpern wunderbar steife Stoffe und Materialien tragen können, da diese ihnen etwas „Masse“ geben.

Die meisten Frauen sind aber keine Ballerinen und brauchen deshalb keine zusätzliche „Masse“ durch Kleidung. Besonders nicht nach Weihnachten, wo doch so manche ein Pfund zu viel kaschieren möchte. Wenn du dazu gehörst und deine momentanen Pölsterchen verbergen möchtest, solltest du Materialien wählen, die deinem Körper entsprechen:

Du hast jetzt mehr Rundungen, bist vielleicht kurviger als sonst und fühlst dich weicher an? Wenn du dich nun in voluminöse und steife Stoffe hüllst, wirkst du darin optisch breiter und schwerer. Viel schlauer ist es, dich körpernah mit mittelfesten und fließenden Stoffen zu kleiden, die deine Figur vorteilhaft umspielen. Wärest du eine Ballerina, so solltest du jetzt den weich fallenden Tanzrock anziehen und nicht das Tutu.

Vorsicht ist nur bei der Dicke der Stoffe und Materialien geboten. Wenn sie nämlich zu dünn sind, kleben sie und zeichnen genau die Kurven ab, die du im Moment nicht zeigen möchtest.

Strick-Kimono

Dieser Strickmantel hat einen Kimonoschnitt, ist also nicht körpernah. Er fällt gerade und etwas sperrig. Die dreiviertellangen Ärmel enden genau auf Bauchhöhe, was an dieser Stelle zusätzlich breit macht. Die weiße Bluse ist aus einem festem Baumwollpopeline und in Bauchhöhe gekräuselt. Jetzt sagst du vielleicht: „Prima, damit kann ich diesen Bereich doch super kaschieren!“ Das stimmt leider nur bedingt: Zwar sieht man ein Bäuchlein nun nicht mehr, das steife Material der Bluse wird dich aber unnötig dicker erscheinen lassen.

 

Strickmantel

Hier ist der Strickmantel auf Figur geschnitten. Die Ärmel beginnen genau am Ende der Schulter, was die gesamte Silhouette sofort schmaler wirken lässt. Der Mantel fällt schwer und fließend. Ein zusätzliches Plus bietet die durchgehende Knopfleiste. Sie schafft eine Längsbetonung, die deine Figur streckt und dich dadurch schlanker aussehen lässt. Genauso bei der Bluse: Fließender Stoff mit vertikal verlaufender Spitze streckt optisch. Dabei ist sie körpernah und nicht eng geschnitten und bietet den momentanen Rippenbesuchern ausreichenden Unterschlupf.

 

5 Tipps, wie du lästige Pfunde kaschieren kannst:

Trage Kleidung, die deine Figur körpernah umspielt
Wähle Materialien, die fließend fallen. Achte darauf, dass sie nicht zu dünn sind, sonst zeichnen sie gnadenlos jedes Pölsterchen ab.
Versuche vertikale Betonungen einzubauen. Alles, was längs verläuft, streckt: Knopfleisten, Streifen, Längsmuster, Reißverschlüsse oder ein lang hinunter fallendendes Tuch.
Trage außen dunkle und innen helle Farben, so verschmälerst du dich optisch.
Was dir momentan zu eng ist, lass besser im Schrank! Das gilt besonders für Hosen und Röcke. Wenn das Bündchen zu eng ist, kommt es zum sogenannten „Muffintop-Effekt“: Es entstehen Röllchen oberhalb des Bündchens, die sehr vorwitzig sein können. Schnapper dir lieber eine gut sitzende Jeans im Schlussverkauf, bis du wieder dein Wohlfühlgewicht erreicht hast. Die Jeans kannst du hinterher enger machen lassen, das sorgt dann obendrein noch für ein Bomben Ich-hab’s-geschafft-Gefühl!

Beispiele gefällig? Dann schau doch mal auf mein Pinterest-Board „Schlanker aussehen“!

Wie kaschiere ich den Winterspeck? Teil 1

 Jetzt haben wir den Schlamassel! Weihnachten ist gut überstanden, aber nun zwacken die Hosen und die kleine Fastenkur hat noch nicht gegriffen. Wenn es dir auch so geht, dann habe ich hier ein paar Tipps, wie du die ungewollten Pölsterchen erst einmal kaschieren kannst.

Das ganze Geheimnis liegt darin, die Blicke der Anderen auf deine Schokoladenseiten zu lenken und damit weg von den Problemzonen! Die magische Formel dafür lautet:

Hell und glänzend tritt hervor, dunkel und matt bleibt im Hintergrund

Das Auge schaut nämlich immer zuerst auf helle und glänzende Oberflächen, sie ziehen unseren Blick regelrecht an. Nach dem Motto: „Spot an, yeah!“ kannst du dir dieses Wissen bei deiner Garderobenplanung zunutze machen. Die schönen und schlanken Seiten ziehst du ins Rampenlicht, während sich die Schmausezonen hinter dunklen und matten Stoffen verstecken können.

Nun musst du nicht denken, dass mit hell nur Farben wie Weiß, Beige oder Hellgrau gemeint sind. Jede Farbe, die heller, strahlender oder knalliger als die anderen Farben in deinem Outfit ist, erzielt diesen Effekt. Genauso verhält es sich mit glänzenden Stoffen und Materialien wie Satin, Lurex, Pailletten oder lackartigen Oberflächen. Sie ziehen die Aufmerksamkeit ebenfalls auf sich. Selbst wenn du dich von Kopf bis Fuß in Schwarz kleidest, wird der schwarze Pailletten-Minirock den Blick auf deine Hüften lenken.

Winterspeck ade 2

Die helle Farbe lenkt den Blick nach oben und wird in diesem Fall noch von der gestickten Blumenranke unterstützt. Hübscher Nebeneffekt der Stickerei: Sie schafft durch ihre vertikale Ausrichtung eine schöne und streckende Längsbetonung. Po, Hüfte und Beine treten durch die dunkle Farbe in den Hintergrund. Ideal für alle, die diese Regionen nicht betonen möchten.

 

Winterspeck ade 3

Hier sorgt der Hell-Dunkel-Kontrast für eine schöne Streckung. Das helle Grau lenkt den Blick ins Gesicht, während die dunklen Farben der Figur einen Rahmen geben und sie vorteilhaft optisch verschmälern.

Doch Vorsicht! Genauso, wie du nach diesem Prinzip deine Figur ins beste Licht rücken kannst, so kannst du damit auch das Gegenteil bewirken:

Stell dir deshalb immer die Frage: Was will ich betonen und was vertuschen?

Willst du z. B. den Bauch kaschieren, dann sollten das T- Shirt mit der tollen Pailletten-Applikation auf dem Vorderteil und der Pulli mit dem großen Glitzer-Smiley erst einmal im Schrank bleiben. Sollen Po und Hüfte nicht im Fokus stehen, wähle dafür die dunkelsten Farben deines Outfits und vermeide Farbwechsel in diesem Bereich.

Das hört sich für dich jetzt vielleicht etwas verwirrend an, doch mit ein bisschen Übung wirst du sehr schnell ein Gefühl dafür bekommen. Schau dir einfach deine Mitmenschen an und registriere, wohin du selbst zuerst guckst. Mein Lieblingstool für solche Beobachtungen sind Fernsehmoderatorinnen und Wetterfeen, die kann man schamlos betrachten, ohne entrüstete Blicke zu kassieren.
Halte dich nur mit Kommentaren zurück! Mein Mann jedenfalls will mit mir schon nicht mehr die Nachrichten gucken, weil ihn das so nervt! 😉

In meinem nächsten Blogpost mehr zum Thema „Abnehmen vor dem Spiegel“.

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